Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken17.05.2012

Gemeinschaftliches Ehegattentestament trotz zeitlich weit auseinanderliegenden Unterschriften

Ein gemeinschaftliches Testament ist auch dann wirksam, wenn einer der Ehegatten erst nach längerer Zeit dem Testament beitritt. Notwendig ist aber, dass im Zeitpunkt des Beitritts der Wille des ersttestierenden Ehegatten zur gemeinschaftlichen Testierung noch fortbesteht. So das OLG München, Beschluss vom 01. 12. 2011 - 31 Wx 249/10 in einem Fall, in dem der Ehemann seinerseits das Testament erst circa sechs Jahre nach der Errichtung und Unterzeichnung durch die Ehefrau unterzeichnet hat. Voraussetzung für die Wirksamkeit eines gemeinschaftlichen Ehegattentestaments sei lediglich, dass der Wille der testierenden Eheleute auf die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments gerichtet ist und sich aus der Testamentsurkunde selbst zumindest andeutungsweise ergibt, dass es sich um eine gemeinschaftliche Erklärung handelt. Nicht erforderlich sei, dass die Erklärungen der Ehegatten gleichzeitig erfolgen.



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