Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken02.01.2011

Wechselbezüglichkeit des Berliner Testaments

Setzen sich Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben und namentlich aufgeführte gemeinschaftliche Kinder zu Schlusserben ein, so ist nach allgemeiner Lebenserfahrung davon auszugehen, dass die Schlusserbfolge zugunsten der Kinder wechselbezüglich und damit für den überlebenden Ehegatten bindend ist. Der überlebende Ehegatte kann dann nach dem Tod des erstversterbenden Ehegatten die Schlusserbfolge nicht mehr durch ein neues Testament einseitig ändern. So das OLG München, Beschluss vom 13.09.2010 - 31 Wx 119/10, ZErb 2010, 334. Denn wer sein Vermögen letztendlich an die eigenen Kinder weitergeben will, sie aber für den ersten eigenen Todesfall enterbt, tut dies grundsätzlich im Vertrauen darauf, dass wegen der Schlusserbeinsetzung des anderen Ehegatten das gemeinsame Vermögen eines Tages auf die Kinder übergehen wird.



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