Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken12.12.2005

Vergütung eines Erbenermittlers in Höhe von 20 % des Erbanteils

Ein Erbenermittler verstößt nicht gegen das Rechtsberatungsgesetz, wenn er lediglich Daten und Urkunden sammelt und Hilfestellungen durch allgemeine Auskünfte zur Erbauseinandersetzung und zum Erbscheinsverfahren gibt, soweit diese keine qualifizierte Rechtsberatung darstellen.Die Vergütungsvereinbarung mit einem Erbenermittler, der nicht über eine Erlaubnis nach dem Rechtsberatungsgesetz verfügt, ist aus diesem Grunde nicht wegen eines Verstoßes gegen das Rechtsberatungsgesetz unwirksam. So das Landgericht München I, Urteil vom 12.10.2005 , Az.: 26 O 10845/05. Der Höhe nach hält das LG München I auch eine Vergütung in Höhe von 20% des Wertes des Erbteils des ermittelten Erben für zulässig. Es begründet dies damit, dass ein Anteil von zehn bis 30 Prozent am Reinnachlass als Vergütung für Erbenermittler allgemein anerkannt sei. Auch sei eine „Erfolgsbeteiligung“ des Erbenermittlers am Nachlass gerechtfertigt, da er einen hohen Aufwand betreiben müsse und für diesen keinerlei Vergütung erhalte, wenn seine Bemühungen erfolglos blieben.



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