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Übertragung der selbstgenutzten Immobilie zu Lebzeiten

Gemäß § 13 Absatz 1 Ziffer 4a Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz kann ein Ehepartner dem anderen unabhängig vom ehelichen Güterstand zu Lebzeiten sein Familienheim steuerfrei zuwenden. Hierbei sind auch anteilige Schenkungen, etwa zur Begründung eines gleichberechtigten Miteigentums beider Ehegatten möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass das Haus oder die Wohnung den Mittelpunkt des familiären Lebens zu eigenen Wohnzwecken darstellt und sich in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums befindet. Ferien- und Wochenendhäuser können dagegen nicht steuerfrei zugewendet werden. Hingegen sind der Wert des Familienheimes sowie seine Größe völlig unerheblich. Da es keine Behaltensfrist gibt und die Steuerbefreiung nicht durch eine ein- oder mehrmalige Übertragung eines Familienheims verbraucht wird, kann dieser steuerliche Vorteil sogar mehrfach genutzt werden.

Tipp vom Fachanwalt für Erbrecht

Die Steuerbefreiung der Übertragung einer zu Wohnzwecken genutzten Immobilie unter Lebenden an den Ehegatten gemäß § 13 Absatz 1 Ziffer 4a Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz ist nicht zu verwechseln mit der steuerlich privilegierten Übertragung der selbstgenutzten Immobilie im Todesfall gemäß § 13 Absatz 1 Ziffer 4b und Ziffer 4c Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz. Diese hat andere Voraussetzungen und steuerliche Folgen.

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