Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken27.08.2007

Kündigung bei lang anhaltender Krankheit - Beachtung zweijähriger Prognosezeitraum

Nach der Entscheidung des LAG Nürnberg (Urteil v. 21.06.2006 - 4 (9) Sa 933/05) ist der Arbeitgeber aus personenbedingten Gründen im Regelfall zur ordentlichen Kündigung berechtigt, wenn der Arbeitnehmer bleibend nicht in der Lage ist, die geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen. Ist der Arbeitnehmer aufgrund Krankheit lang anhaltend leistungsunfähig, besteht jedoch die die Möglichkeit einer Genesung, kann eine Kündigung dann sozial gerechtfertigt sein, wenn in einem zeitlich begrenzten Prognosezeitraum der nächsten 24 Monate nicht mit einer Genesung zu rechnen ist. Die durch das Teilzeit- und Befristungsgesetz dem Arbeitgeber eingeräumte Möglichkeit, den Arbeitsvertrag einer zur Vertretung eines erkrankten Arbeitnehmers eingestellten Ersatzkraft auch über einen Zeitraum von 24 Monaten zu befristen, ändert hieran nichts.



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