Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken25.07.2005

Schenkung eines Sparguthabens

Legt ein naher Angehöriger ein Sparbuch auf den Namen eines Kindes an, ohne das Sparbuch aus der Hand zu geben, so ist in der Regel aus diesem Verhalten zu schließen, dass der das Sparbuch anlegende Angehörige sich die Verfügung über das Sparguthaben bis zu seinem Tode vorbehalten will. Dies ist insbesondere dann zu vermuten, wenn der Angehörige sich gleichzeitig mit der Anlegung des Sparkontos eine Vollmacht erteilen lässt, durch die er gegenüber der Bank ermächtigt ist, über das Sparkonto zu verfügen. Der das Sparbuch anlegende Angehörige ist dann in seiner Verfügungsmacht über das Sparguthaben völlig frei, da eine Schenkung an den Kontoinhaber, das begünstigte Kind, noch nicht wirksam vollzogen ist (BGH, Urteil vom 18.01.05, X ZR 264/02).



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