Erbrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Vertriebsrecht in München

03.10.2008

Wertermittlung für Pflichtteil bei nach dem Erbfall veräußerten Nachlassgegenständen

Die Bewertung von Nachlassgegenständen, die bald nach dem Erbfall veräußert worden sind, muss sich grundsätzlich an dem tatsächlich erzielten Verkaufspreis orientieren. Hierfür spricht, dass es nicht gerechtfertigt ist, im erbrechtlichen Bewertungsrecht die (relativ) gesicherte Ebene tatsächlich erzielter Verkaufserlöse zu verlassen. Im Übrigen gibt es keinen Grund, den Pflichtteilsberechtigten von dem Vorteil auszuschließen, der durch einen tatsächlich erfolgten Verkauf dem Grundstückserben zugefallen ist. So das OLG Brandenburg, Urteil vom 20.02.2008 - 13 U 112/06; BeckRS 2008, 3395.