Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken21.09.2010

Kündigung trotz Betrug am Arbeitgeber unwirksam

Eine Beschäftigte hatte im Rahmen ihres 40jährigen Dienstjubiläums bei einer Feier eine Gefälligkeitsquittung über 250 € dem Arbeitgeber zur Erstattung vorgelegt, die dieser nach einer internen Regelung zu zahlen verpflichtet war. Die Bewirtung hatte tatsächlich nur rund 90 € betragen . Das LAG Berlin-Brandenburg betonte zwar in der Entscheidung vom 16.09.2010 - 2 Sa 509/10 die grundsätzliche Eignung einer solchen Tat, um eine Kündigung auszusprechen. Im Rahmen der Gesamtabwägung berücksichtigte jedoch zugunsten der Arbeitnehmerin das Gericht die lange beanstandungsfreie Betriebszugehörigkeit, das sofortige Einräumen des Sachverhalts bei der ersten Konfrontation und den Umstand, dass die Handlung außerhalb der normalen Arbeitstätigkeit stattfand. Nach alledem sei eine Kündigung nicht wirksam.



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