Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken17.09.2009

Keine Teilungsversteigerung bei wirksamer Testamentsvollstreckung

Die Ernennung eines Testamentsvollstreckers schließt die Anordnung der Versteigerung eines Grundstücks zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft an einem der Testamentsvollstreckung unterliegenden Grundstück auch gegenüber einem Gläubiger eines Miterben aus, der dessen Anteil an dem Nachlass gepfändet hat. So der Leitsatz des BGH, Beschluss vom 14.05.2009 - V ZB 176/08 (LG Lüneburg); Fundstelle im Internet: http://www.bundesgerichtshof.de/. Ist ein Testamentsvollstrecker ernannt, können die Erben über die Nachlassgegenstände nicht verfügen. Der Antrag eines Miterben, ein zum Nachlass gehörendes Grundstück zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft zu versteigern, ist zwar keine Verfügung über das betroffene Grundstück, er ist im Falle der Versteigerung des Grundstücks einer Verfügung über das Grundstück jedoch wirtschaftlich vergleichbar. Aus diesem Grunde ist der Versteigerungsantrag eines Miterben einer Verfügung über das betroffene Grundstück gleichzusetzen. Somit findet die Teilungsversteigerung auf Antrag eines Miterben nicht statt, wenn die Auseinandersetzung des Nachlasses einem Testamentsvollstrecker übertragen ist. So der BGH a.a.O. ,



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