Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken16.07.2009

Erbschaftsteuer bei von der Rechtslage abweichender Verteilung des Erbes

Führen Begünstigter und Belasteter ein unwirksames Testament aus, weil sie trotz der Unwirksamkeit den Willen des Erblassers anerkennen wollen, richtet sich die Besteuerung nach dem wirtschaftlichen Ergebnis des Vollzugs der Vereinbarung, d.h. der tatsächlichen Verteilung des Nachlasses. So der BFH in einem Urteil vom 15.03.2000, II R 15/98, BeckRS 2000, 24000649. Dieser Grundsatz soll nach einem Urteil des FG Sachsen-Anhalt vom 14.01.2009, 2 K 269/07; BeckRS 2009, 26027096 nicht gelten, wenn der Erblasser infolge eines Irrtums über die gesetzlichen Erbfolgeregeln die Errichtung eines Testaments vollständig unterlassen hat. In diesem Fall liegt vielmehr für den gesetzlichen Erben ein erbschaftsteuerpflichtiger Erwerb auch dann vor, wenn er freiwillig seinen Erbanteil in voller Höhe dem vom Erblasser gewünschten Erben zukommen lässt.



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