Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken02.05.2007

Nachweis einer Steuerhinterziehung durch den Erben

Hat der Erblasser Vermögen bei einer ausländischen Bank angelegt, so ist davon auszugehen, dass der Erbe nach dem Erbfall Kenntnis davon erlangt hat. Das Finanzamt muss deshalb für den Nachweis einer Steuerhinterziehung durch den Erben nicht nachweisen, dass dieser von dem Kreditinstitut über das Vermögen benachrichtigt wurde. So ein Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 14.12.2005; Az.: 4 K 1812/04 Erb. Das Gericht begründet diese Entscheidung damit, dass für die Feststellung der Steuerhinterziehung kein höherer Grad an Gewissheit erforderlich sei, als für andere Tatsachen, für die das Finanzamt die Feststellungslast trage. Angesichts des Umfangs des Auslandsvermögens hätten sich Belege und Abrechnungen über laufende Zinserträge in den Unterlagen des Erblassers befinden müssen. Aus diesem Grunde sei von einer Kenntnis des Erben vom Auslandsvermögen auszugehen.



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