Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken30.11.2006

Folgen fehlerhafter Sozialauswahl bei betriebsbedingter Kündigung abgemildert

Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 09.11.2006 - 2 AZR 812/05 führt eine fehlerhafte Sozialauswahl nicht zwingend zur Unwirksamkeit der Kündigung. Hatte der Arbeitgeber mehreren Arbeitnehmern aus betriebsbedingten Gründen gekündigt, jedoch nicht einem vergleichbaren Arbeitnehmer, der sozial weniger schutzwürdig war, konnten sich nach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts alle gekündigten Arbeitnehmer auf diesen Auswahlfehler berufen (sog. Domino-Theorie). Von dieser Rechtsprechung ist das Bundesarbeitsgericht jetzt abgerückt. Wäre der Arbeitnehmer auch bei richtiger Festlegung der sozialen Rangfolge durch den Arbeitgeber gekündigt worden, so ist die Kündigung nicht wegen fehlerhafter Sozialauswahl unwirksam, weil der Fehler für die Auswahl des gekündigten Arbeitnehmers nicht ursächlich geworden ist. In diesen Fällen ist die Sozialauswahl jedenfalls im Ergebnis ausreichend.



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