Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken01.11.2006

Zum Zeitpunkt einer mittelbaren Grundstücksschenkung

Da die Schenkung einer Immobilie derzeit noch bei der Schenkungsteuer mit einem unter dem Verkehrswert liegenden Wert besteuert wird, besteht ein Anreiz zu so genannten mittelbaren Grundstücksschenkungen. Dabei gibt der Schenker dem Bedachten Geld für den Erwerb eines Grundstücks. Steuerlich führt dies dazu, dass nicht der Geldbetrag zu versteuern ist, sondern der meist günstigere Steuerwert des Grundstücks. Für die Besteuerung maßgeblicher Zeitpunkt ist bei einer solchen mittelbaren Grundstücksschenkung der Zeitpunkt, zu dem erstmals sowohl die Fertigstellung des Gebäudes erfolgt ist als auch die Auflassung und die Eintragungsbewilligung für das Grundbuch vorliegen. So der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 23. August 2006 , Az. II R 16/06. Will der Schenker die derzeit noch besehenden schenkungssteuerlichen Vorteil einer mittelbaren Grundstücksschenkung nutzen, so muss er somit sicher stellen, dass sowohl die Fertigstellung des Gebäudes als auch die Auflassung und die Eintragungsbewilligung noch vor der zu erwartenden Änderung des Steuerrechts erfolgen.



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