Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken14.10.2006

Flexibilisierung: 25 Prozent der Arbeitszeit auf Abruf

Arbeitgeber dürfen nach einem Urteil des BAG (AZ: 5 AZR 535/04) mit Arbeitnehmern Verträge schließen, in denen ein Teil der Arbeitszeit flexibel vom Arbeitgeber in Anspruch genommen werden kann. Allerdings darf die „Arbeit auf Abruf“ höchstens 25 Prozent der gesamten Arbeitszeit ausmachen. Nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (§ 12 Abs. 1 Satz 1 TzBfG) können Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, dass die Arbeitsleistung nach Arbeitsanfall erbracht werden muss. Dabei dürfe eine bestimmte Dauer der Arbeitszeit vom Arbeitgeber auch einseitig über eine vereinbarte Mindestarbeitszeit hinaus fest gelegt werden. Der Arbeitgeber habe ein berechtigtes Interesse an einer gewissen Flexibilität der Arbeitsbedingungen. Andererseits habe der Arbeitnehmer ein berechtigtes Interesse an einer fest vereinbarten Dauer der Arbeitszeit und damit einer planbaren Einkommenshöhe. Um beiden Seiten gerecht zu werden, hält das BAG einen Anteil der Arbeit auf Abruf von 25 Prozent der vereinbarten Mindestarbeitszeit für angemessen. Die Höchstgrenze schütze Arbeitnehmer vor Vereinbarungen, die nur eine geringe Mindestarbeitszeit und einen hohen variablen Arbeitszeitanteil vorsehen. Gleichzeitig ermögliche sie Arbeitgebern einen variablen Arbeitskräfteeinsatz. So sei bei einer Mindestarbeitszeit von 30 Wochenstunden inklusive der Arbeitszeit auf Abruf ein regelmäßiger Einsatz des Arbeitnehmers für 37,5 Wochenstunden möglich.



← zurück
Gerne helfen Ihnen die Fachanwälte für Erbrecht in München weiter. Vereinbaren Sie doch einfach einen persönlichen Beratungstermin und nehmen Sie Kontakt zur Kanzlei Advocatio auf!

Advocatio Rechtsanwälte in München (089) 2101020
Ihre Experten für Pflichtteilsrecht in München