Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken18.03.2006

Antragsbefugnis zur Entlassung eines Testamentsvollstreckers

Ein Miterbe, dessen Erbanteil nicht der Testamentsvollstreckung unterliegt, kann keinen Antrag auf Entlassung eines Testamentsvollstreckers stellen, der nur die Anteile der übrigen Miterben verwaltet, nicht jedoch seinen Anteil. Die Rechte und Pflichten eines z.B. wegen § 2306 BGB von der Testamentsvollstreckung nicht betroffenen Miterben zum Testamentsvollstrecker der übrigen Miterben bestimmen sich allein nach dem Recht der Erbengemeinschaft, d.h. nach den §§ 2032 ff. BGB und nicht nach dem Recht der Testamentsvollstreckung. Aus diesem Grunde und weil die Rechtsfolgen der Testamentsvollstreckung einen Miterben, dessen Erbteil nicht der Testamentsvollstreckung unterliegt, nicht unmittelbar treffen, hat dieser kein Antragsrecht i. S. des § 2227 BGB auf Entlassung des Testamentsvollstreckers. So das OLG München, Beschluss vom 22. 9. 2005 - 31 Wx 46/05.



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