Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken02.03.2006

Verjährung von Ansprüchen gegen den Testamentsvollstrecker

Ansprüche eines Erben gegen einen Testamentsvollstrecker auf Auskunft und Rechnungslegung verjähren nach der Regelverjährung des § 195 BGB in drei Jahren. Die Sonderregelung der Verjährung erbrechtlicher Ansprüche gem. § 197 Abs. 1 Nr. 2 BGB, d.h. die grundsätzliche Verjährung erbrechtlicher Ansprüche von 30 Jahren, gilt für Ansprüche des Erben gegen den Testamentsvollstrecker nicht. So das OLG Karlsruhe, Urteil vom 20.10.2005, 8 U 155/05. Das OLG Karlsruhe begründet dieses Ergebnis damit, dass entscheidend sei, dass für die Ansprüche gegen den Testamentsvollstrecker nicht der Grund der langen Verjährung des § 197 BGB in Betracht käme, nämlich die oft über Jahre hinweg bestehende Ungewissheit über erbrechtliche Ansprüche. Ansprüche gegen den Testamentsvollstrecker seien ihrer Struktur nach eher schuldrechtliche Ansprüche als solche des Erbrechts.



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