Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken14.11.2005

Keine mittelbare Grundstücksschenkung nach Erwerb der Immobilie

Verspricht ein Schenker dem Beschenkten eine Geldsumme zum Erwerb einer Immobilie erst nach dem Abschluss des Kaufvertrags über die Immobilie, so liegt keine steuerbegünstigte mittelbare Grundstücksschenkung vor, sondern eine reine Geldschenkung. Zwar liegt nach gefestigter Rechtsprechung eine mittelbare Grundstücksschenkung vor, wenn ein Schenker dem Beschenkten für den Kauf eines bestimmten Grundstücks einen Geldbetrag verspricht und den Betrag rechtzeitig zur Verfügung stellt, auch wenn der Beschenkte bereits vor Überlassung des Geldes Eigentümer des Grundstück geworden ist. Werden die Geldmittel dagegen erst nach dem Erwerb versprochen oder tatsächlich zur Verfügung gestellt, scheidet eine mittelbare Grundstückschenkung aus und es liegt eine reine Geldschenkung vor. So der BFH Urteil vom 02.02.2005; Az.: II R 31/03.



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