Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken14.06.2005

Befristete Arbeitsverhältnisse sind vor Vertragsbeginn schrifltich niederzulegen

Eine Befristung des Arbeitsverhältnisses muss vor Vertragsbeginn und Arbeitsaufnahme schrifltich niedergelegt sein, da ansonst ein unbefristetes Arbeitsverhältnis (weiter-)besteht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer hatten im dem vom BAG entschiedenen Fall (BAG, Urteil vom 01.12.2004, 7 AZR 198/04) mündlich die Befristung des Arbeitsverhältnisses vereinbart. Der Arbeitgeber legte jedoch den schriftlichen Vertrag erst eine Woche nach Arbeitsbeginn dem Arbeitnehmer zur Unterschrift vor. Das BAG führt aus, dass diese Handlungsweise des Arbeitgebers nicht zur rückwirkenden Wirksamkeit des befristeten Vertrages führt, sondern die mündliche Befristungsabrede bei tatsächlichem Vertragsbeginn wegen Verstoß gegen § 623 BGB a.F. (seit 01.01.2001 § 14 IV TzBfG) mangels Schriftform unwirksam ist und der Arbeitnehmer in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis steht. Der Arbeitnehmer handelt auch nicht treuwidrig, wenn er sich nach Vertragsende auf die Unwirksamkeit beruft.



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