Advocatio Rechtsanwälte in München
Text drucken05.06.2005

Testamentsvollstreckerhonorar unterliegt der Einkommensteuer

Erhält ein Testamentsvollstrecker aufgrund testamentarischer Bestimmung des Erblassers eine unangemessen hohe Vergütung, ist der überhöhte Teil der Vergütung zwar zivilrechtlich ein Vermächtnis und unterläge damit Erbschaftsteuer. Steuerrechtlich unterliegt jedoch auch der überhöhte Teil der Vergütung der Einkommensteuer und nicht der Erbschaftsteuer. So der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 02.02.2005, Az.: II R 18/03, (DStR 2005, 825). Der BFH begründet diese Ergebnis damit, das die Testamentsvollstreckervergütung, auch wenn sie überhöht sei, steuerlich stets als Entgelt für die Tätigkeit zu betrachten sei. Die zivilrechtlichen Argumente, den überhöhten Teil als Vermächtnis zu werten, um dadurch einer Bevorzugung des Testamentsvollstreckers vor anderen Gläubigern entgegenzuwirken, könnten bei der steuerrechtlichen Betrachtung unberücksichtigt bleiben.



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