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Gesetzliche Erbfolge

Liegt ein wirksames Testament oder ein Erbvertrag vor, sind die darin vom Erblasser bestimmten Regelungen vorrangig vor der gesetzlichen Erbfolge. Wegen dieser Nachrangigkeit der gesetzlichen Erbfolge richtet sich die Erbfolge nur in folgenden Fällen ausschließlich nach dem Gesetz:

  • Es gibt weder ein Testament noch einen Erbvertrag.
  • Das Testament ist unwirksam oder erfolgreich angefochten.
  • Der Erbvertrag ist unwirksam oder erfolgreich angefochten.
  • Die testamentarische oder erbvertragliche Erbeinsetzung ist ausgeschlagen worden.
  • Das Testament oder der Erbvertrag regeln nicht, wer Erbe oder Ersatzserbe werden soll.

Das gesetzliche Erbrecht ist ein Familienerbrecht, da es als Erben grundsätzlich den Ehegatten und die Verwandten des Erblassers vorsieht. Nur hilfsweise, wenn solche Personen nicht vorhanden sind oder alle diese Personen die Erbschaft ausschlagen, erbt der Staat (§ 1936 BGB). Dieser kann die Erbschaft ? anders als sonstige Erben ? nicht ausschlagen (§ 1942 Absatz 2 BGB). Dadurch ist sichergestellt, dass es keinen Tod einer natürlichen Person gibt, ohne dass ein Erbe an die Stelle des Verstorbenen tritt.

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